Science Slam

„Science Slam“ ist ein innovatives Format der Wissenschaftskommunikation. Wissenschaftler kommen auf die Bühne und präsentieren ihre Forschung so unterhaltsam und verständlich wie möglich. Der Erfolg des Formats liegt darin begründet, dass eine direkte Kommunikation zwischen Wissenschaftlern und Publikum stattfindet. Ob PowerPoint-Präsentationen, Requisiten oder Live-Experimente zur Veranschaulichung des Themas: Jegliche Hilfsmittel sind erlaubt! Die kurzweiligen Vorträge bieten auch fachfremden Zuhörern die Möglichkeit, sich von der Begeisterung der Slammer für ihre Forschung anstecken zu lassen. Wenn es mehrere „Slammer“ gibt, dann fungiert das Publikum als Jury und wählt den Slam Champion des Abends. In Wien werden die „Wissenschaft Slams“ seit 2011 regelmäßig organisiert und sind schnell zu einem beliebten Format für eine vielfältige Gesellschaft geworden. Normalerweise besuchen eine Slam Veranstaltung350-450 Personen aller Altersgruppen und unterschiedlichen Bildungshintergrunds, hören den Präsentationen zu und diskutieren dann mit anderen Menschen, die danebensitzen, um einen gemeinsamen Abstimmungswert für jeden Slamer abzugeben.

famelabDer Science Slam und der dazugehörige Workshop werden von Dipl.-Ing Bernhard Weingärtner organisiert. Dipl.-Ing Bernhard Weingartner, der Organisator des „Science Slams“, ist als Spezialist für unkonventionelle Wissenschaftskommunikation bekannt. Bernhard Weingartner ist der Initiator und Moderator der Science Slams in ganz Österreich. Der Physiker lehrt Wissenschaftskommunikation an derTU Wienund derUAK Wien, coacht Lehrende an Universitäten, Schulen und im Bereich der aufsuchenden Jugendarbeit, schreibt populärwissenschaftliche Bücher wie „Schlaue Tricks mit Physik“(Perlen-Reihe) sowie „Physik macht Urlaub – Rätselhafte Phänomene und spannende Experimente auf Reisen“ (Ueberreuter) und leitet das Projekt physikmobil.at zur Nachwuchsförderung im öffentlichen Raum. Er hat permanent Auftritteim nationalen Fernsehen, Radio und Printmedien zu wissenschaftlichen Themen und hält regelmäßig Vorträge zu aktuellen naturwissenschaftlichen Themen.

ossmannMMag. Stefan F. Ossmann ist Geistes- und Sozialwissenschafter, Stefan Ossmann absolvierte im zweiten Bildungsweg die Studien Publizistik- und Kommunikationswissenschaften und Internationale Entwicklung. Er ist derzeit Lektor am Institut für Internationale Entwicklung sowie am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Stefan Ossmann forscht im Rahmen seiner Doktorarbeit am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien zu Polyamorie. Sein Vortrag widmet sich der Frage: Was genau bedeutet es für Menschen, polyamor zu leben? Der Geistes- und Sozialwissenschaftler fragt, ob das mit gesellschaftlicher Rebellion zu tun hat? Ob es identitätsstiftend ist, polyamourös zu leben und ob es etwas mit sexueller Orientierung zu tun hat? Wie gehen Staat, Kirchen und Medien mit Menschen um, die die klassische Zweierbeziehung sprengen?

Foto Martin SchlatzerMag. Martin Schlatzer ist Ernährungsökologe und arbeitete zu interdisziplinären Forschungsprojekten am Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur in Wien. Er studierte Ernährungswissenschaften an der Universität Wien und ist Autor des Fachbuches „Tierproduktion und Klimawandel – ein wissenschaftlicher Diskurs zum Einfluss der Ernährung auf Umwelt und Klima“. Des Weiteren ist er Medienpartner und Fachvortragender zu den Themen Ernährung im Kontext von Klimawandel, Umwelt und Ressourcen sowie Ernährungssicherung.

waltenbergerMag. Lukas Waltenberger. Über sich selbst sagt er: „Knochen faszinierten mich schon als Kind. So habe ich schon mit sieben Jahren Tierknochen, die ich im Wald fand, zu Hause angeschleppt. Nach der Schule studierte ich Biologie an der Universität Wien und spezialisierte mich schon früh auf Anthropologie. Nachdem ich nicht unbedingt mit archäologischen Skeletten arbeiten wollte, stieß ich auf die forensische Anthropologie, die sich mit der Identifizierung von skelettierten Überresten und der Aufklärung von Morden beschäftigt. Deswegen absolvierte ich ein Masterstudium in England an der Bournemouth University (Department of Archaeology, Anthropology and Forensic Sciences), das ich im Herbst letzten Jahres mit einem Master in forensischer Osteologie abschloss. Meine Masterarbeit, die ich am Science Slam präsentieren möchte, entstand teilweise in Kooperation mit der Uni Wien (Department of Anthropology). Im heurigen Jahr arbeitete ich ein paar Monate auf Zypern für die Vereinten Nationen. Ich identifizierte im Zuge dieses Praktikums Kriegstote aus dem zypriotischen Bürgerkrieg der 70er Jahre. Derzeit plane ich ein PhD-Projekt in Wien einzureichen, das auf den Ergebnissen meiner Masterarbeit aufbaut.“

philipp-starklDr. Philipp Starkl ist Immunologe am CeMM (Research Center for Molecular Medicine ofthe Austrian Academy of Sciences) und der MedizinischenUniversität Wien. Nach dem Studium der Molekularbiologie an der Universität Wien absolvierte er sein Doktorat an der Medizinischen Universität Wien zum Thema Nahrungsmittelallergien. Die nächste Station war ein dreijähriger PostDoc Aufenthalt an der Stanford University. Während dieser Zeit beschäftigte sich Dr. Starkl mit der Frage nach der evolutionären Funktion von IgE Antikörpern und Mast Zellen, den Schlüsselkomponenten von allergischen Reaktionen. Seit seiner Rückkehr aus den USA untersucht Dr. Starkl die Mechanismen der Immunantwort und Abwehr gegen das Antibiotika-resistente Bakterium Staphylococcusaureus.

schrammelMichael Schrammel. Über sich selbst sagt er: „Ich studiere an der TU Wien im Masterstudium Energie- und Automatisierungstechnik mit Schwerpunkt Energietechnik. Zuvor habe ich ebenfalls an der TU Wien den Bachelor of Science in Elektrotechnik- und Informationstechnik abgeschlossen.
In meiner Diplomarbeit am Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe untersuche ich die Zuverlässigkeitsanalyse der Stromnetze. Mit Hilfe dieser wird rechnerisch die Sicherheit der Versorgung mit elektrischer Energie für den Stromkunden ermittelt. Mit anderen Worten: Es wird berechnet wie lange der Kunde aufgrund von Defekten und Beschädigungen der Infrastruktur vermutlich „im Dunkeln sitzen“ wird. Dabei werden vorhandene Geräte immer mit großen Sicherheiten berücksichtigt. In meiner Arbeit liegt der Fokus auf der Frage: Kann eine bessere Ausnutzung der Sicherheitsreserven von Stromleitungen und anderen Bestandteilen des Stromnetzes die Anzahl und Dauer von Stromausfällen verringern?
Beim Science Slam will ich zeigen, was heute schon für eine gesicherte Energieversorgung getan wird, bzw. wie die mögliche zukünftige Entwicklung es auf die Spitze treiben wird.“