Live-Schaltung ans CERN

cernDie Besucher der European Researchers‘ Night erwartet ein Erlebnisabend rund um die faszinierende Welt der Teilchenphysik mit Live-Schaltung ans CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung. Mit den Teilchenbeschleunigern des CERN wird die Zusammensetzung der Materie erforscht, indem Teilchen fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht werden. Mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Teilchendetektoren werden dann die Flugbahnen der in den Kollisionen entstehenden Teilchen rekonstruiert. Daraus lassen sich die Eigenschaften der kollidierten und neu entstandenen Teilchen bestimmen.

Am Anfang des Videoeinstiegs wird man ALICE Detektor vorstellen. ALICE (A Large Ion Collider Experiment) ist ein Vielzweckdetektor, optimiert für Kollisionen von Schwerionen, zum Beispiel Blei, bei denen extreme Energiedichten eintreten. Der Alice-Detektor untersucht jenen Urzustand, in dem sich die Materie kurz nach dem Urknall befand und der Quark-Gluon-Plasma genannt wird. Um diesen Zustand zu erzeugen, lassen die Wissenschaftler Schwerionen kollidieren.

Weiteres wird man LHCb (Large Hadron Collider beauty experiment) kennelernen. LHCb soll Messungen zur CP-Verletzung bei BMesonen vornehmen, seltene Zerfälle von Hadronen, die das schwere Bottom-Quark enthalten. Er soll unter anderem Antworten auf die Frage liefern, warum es am Anfang des Universums eine Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie gab. Bei einem Gleichgewicht hätten sich beide annihilieren müssen. Diesem Ungleichgewicht, der einen Rest von Materie produzierte, verdanken wir die Entstehung der Welt und unserer menschlichen Existenz.

Am Ende wird man auch CMS vorstellen. CMS ist jener Detektor, in dem das HIGGS-Teilchen entdeckt wurde. CMS (Compact Muon Solenoid) untersucht Proton-Proton-Kollisionen; Besonderheit ist ein Kalorimeter aus Bleiwolframat-Kristallen für hochenergetische Photonen, zusätzlich Halbleiterspurdetektoren und Myon-Nachweissystem. Für den Betrieb des CMS sorgen mehr als hundert in einem dreistufigen Modell angeordnete Rechenzentren – schließlich verursacht der Detektor jedes Jahr ein Datenaufkommen von rund 10 Petabyte (PB), bestehend aus echten, simulierten und Metadaten. Sie erfahren auch Details zur Data Center.

Programm:

19:00 – ALICE. The experiment which tries to recreate conditions that existed in the Universe just after the Big Bang: the Quark-Gluon Plasma.

20:00 – CERN Control Centre. The room from which all CERN Accelerators are driven.(FULL)

21:00 – LHCb. This experiment looks for an explanation of the imbalance of matter and antimatter in our Universe.

22:00 – CMS. Experiment which, together with ATLAS, co-discovered the Higgs Boson.