Science Slam 02 – Entwicklung eines intelligenten Trinksystems

Dipl.-Ing. Mag. Franz Werner
Mag.Dr. Anneliese Lilgenau
Katharina Gugenberger, BA MA
FH-Prof. Dipl.-Ing. Udo Unterweger

FH Campus Wien

TQW2Fachgebiet: Flüssigkeitsmanagement
Was ist es: Die Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitsversorgung des Körpers ist eine große Herausforderung für ältere Menschen, bzw. der versorgenden An- und Zugehörigen oder Pflegekräften. Mit zunehmendem Alter nehmen einerseits der Wassergehalt des Körpers und andererseits das Durstgefühl deutlich ab. Dies macht ältere Menschen besonders anfällig für eine Dehydratation. Mangelnde Hydration kann Verwirrtheitszustände, Apathie und einen lebensbedrohlichen Kreislaufkollaps mit Bewusstlosigkeit bzw. Nierenversagen zur Folge haben. Oftmals ist eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich. Im pflegerischen Setting kommt der Prävention von Dehydratation daher eine besondere Bedeutung zu.
Zentrales Ziel ist, ein intelligentes Trinksystem zu entwickeln, das durch eine entsprechende Sensorik im Trinkgefäß, den täglichen Flüssigkeitsbedarf misst und durch Erinnerungssignale (optisch und akustisch) und Alarmierungsfunktionen (z.B. SMS/E-Mail) steuert. Mittels einer Anbindung an eine EDV-gestützte Pflegedokumentation werden die erfassten Daten aufgezeichnet und Pflegepersonen können rasch reagieren.
Umgesetzt wird dieses Projekt mit intensiver Einbindung von primären (alte pflegebedürftige Menschen) als auch sekundären (An- und Zugehörige, Professionelle Gesundheits- und Krankenpflegepersonen) End-AnwenderInnen, sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei der Validierung im Setting der Hauskrankenpflege. Für die Entwicklung des Produkts werden sozialwissenschaftliche Methoden mit gängigen Methoden anhand eines definierten Vorgehensmodells kombiniert, um ein optimales Endergebnis zu gewährleisten.
Als zentrales Ergebnis liegt am Ende ein marktnaher Prototyp (Hardware und Server-/Applikationssoftware) für ein intelligentes Trinksystem vor. Damit leistet das intelligente Trinksystem einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Dehydrierung im Alter und kann zur Unterstützung beim Management von chronischen Krankheiten eingesetzt werden.
Ältere Menschen werden dadurch unterstützt autonom in den eigenen vier Wänden zu leben.

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